Baden und Modellfliegen auf Lanzarote



Im Februar 2000 und im November 2004 habe ich einen Badeurlaub auf Lanzarote mit dem Modellfliegen verbunden. Sowohl im Internet, als auch in Modellzeitschriften habe ich Berichte zum Thema Modellflug auf den Kanaren gefunden. Lanzarote mit seinen vielen unbewachsenen Vulkanhügeln und anderen Hängen übt auch auf die Drachen und Gleitschirmflieger eine grosse Anziehung aus. Die Startgelände der Grossen sind theoretisch auch zum Modellflug geeignet, wenn dort nicht zu viel Betrieb herrscht. Auch die Grossen fröhnen oft dem Modellflug und haben für stürmische Tage oft einen Zagi dabei. Die meisten Startplätze sind aber zum Landen von grösseren Modellen nicht geeignet, weil das Gelände mit dicken Steinen vollliegt. Kleinere Modelle muss man hier aus der Luft pflücken.

Ich bevorzuge Modelle um die 2 m, die sich auch gut verpacken lassen. Als Transportkiste fungiert bei mir ein angepasster, stabiler Pappkarton in dem Skistöcke in die Sportgeschäfte geliefert werden. Soweit das Gesamtgewicht Koffer und Flieger im Rahmen des Gewichtslimits bleiben gibt es keine Schwierigkeiten bei den Fluggesellschaften. Manche befördern Sportgeräte auch kostenlos.

Strand Los Pocillos
Über dem Strand "Playa de los Pocillos" in Puerto del Carmen erhebt sich der Berg Tinasoria. Bei Südwind tummeln sich hier die Drachen- und Gleitschirmflieger. In etwa 20 Minuten ist man mit dem Mietauto oben.

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Links die Tinasoria. Der Startplatz liegt etwa über dem weissen Gebäude. Zum Modellflug sollte man sich mit den Grossen absprechen. Ansonsten weicht man auf den Hügel rechts aus und hat zudem noch einen steinfreien Landeplatz. Der Boden aus schwazem "Picon" ist etwa wie grobes Schmiergelpapier, weshalb eine Lage dickes Klebeband den Rumpfboden schützen sollte.

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Weit geht aus 450 m Höhe der Blick hinaus nach Puerto del Carmen

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Vor der Ruine liegt der Startplatz und zum Landen nutzt man die grüne Fläche im Hintergrund. Von dort aus kann man bei Winden aus Nord bis Nord-Ost auch Modellfliegen. Bei West geht es auch auf der Rückseite der Tinasoria. Das Gelände ist aber voll der mauergesäumten Trichter für die Weinstöcke!

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Hier der Blick vom Landeplatz der Tinosoria auf den Ausweichhügel.

Antennenberg
Treffpunkt der einheimischen Modellsegelflieger ist der "Antennen- oder Windmühlenberg" den wohl jeder Urlauber aus dem Flugzeug oder vom Flughafen aus schon gesehen hat. An diesem Hang habe ich noch keine Erfahrungen gesammelt.

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Mein bevorzugten Hang ist die sogenannte Sanddüne auf der Nordwestseite des Vulkans in dem der Müll von Lanzarote gelagert wird. Die Lage ist an der Strasse von San Bartolome nach Tahiche. Gelegentlich üben hier auch Gleitschirmflieger. Nach einem Strandtag lässt sich hier ab 16 Uhr trefflich in der aufkommenden Abendthermik fliegen.

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Der Blick geht hier nach Norden zu der Ortschaften Nazaret und Teguise. Um 16 Uhr liegt der Hang im Schatten der tiefstehenden Sonne.

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Um 17 Uhr ist die Sonne hinter dem in der Nähe liegenden Antennenberg wieder hervorgekommen. Das Modell kreist mit den Möven von der Müllkippe im Aufwind. Gelegentliche Mövenangriffe auf das Modell animierem zum Fliegen von Rollen un Loopings.

Papagayo
Im Süden der Insel, über eine mautpflichtige Schotterpiste erreichbar, liegen die reizvollen Papagayo-Strände. Bei passenden Winden von Ost über Süd bis West kann an den Steilklippen geflogen werden. Teilweise auch über Wasser, deshalb immer nach Aussenlandemöglichkeiten in der nächsten Bucht schauen.

Modellflugplatz
Einheimische Modellflieger haben mich auf ihren Flugtag mit Motormodellen hingewiesen. Der Platz liegt an der Strasse von Monzaga (Monumento al Campesino) nach Teguise bei der Firma "Lanzametal". Im Hintergrund über dem Motormodell schaut die Sanddüne heraus.

Modellflugplatz2
Bei der Firma "Lanzametal" findet gleichzeitig ein Tag der offenen Tür statt, deshalb die vielen Autos. Der Modellflugplatz hat ein betoniertes Vorfeld und eine ca 100 m lange asphaltierte Startbahn. Lautstark kündigt der Flugleiter die einezelnen Modelle und deren Piloten an.